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Psalm 139,5

Sonntag, 14. September 2014

Die verschiedenen Arbeitsprogramme in Lima

Hallo Leute,
es gibt etwas neues aus Lima zu berichten!! Die letzten zwei Wochen haben wir damit verbracht uns unsere verschieden Arbeitsplätze anzugucken und uns vorzustellen. Und nun ist es an der Zeit, dass ich euch diese vorstelle.



1. Crecemos felices

Das erste Projekt, das wir uns angeguckt haben nennt sich Crecemos felices, es ist im Zentrum von Lima und dort können zwei von uns arbeiten. Das ist ein Programm für Kinder deren Eltern einen Stand mit Essen auf der Straße haben und somit am Nachmittag, wenn die Kinder aus der Schule kommen damit beschäftigt sind Essen zu verkaufen. Damit die Kinder nicht am Nachmittag bei ihren Eltern am Stand sein müssen, gibt es dieses Projekt. Eine Voraussetzung dafür ist, dass die Kinder in die Schule gehen und dürfen dann Nachmittags das Projekt besuchen. Es gibt einen Fußballplatz zum austoben, einen Spieleraum und einen Computerraum, wo die Kinder erlernen mit PCs umzugehen, da diese oftmals nicht zuhause vorhanden sind. Außerdem werden immer wieder Hausbesuche gemacht, in denen auch auf die finanzielle Situation der Eltern geschaut wird. Um diese zu verbessern werden manchmal Gelder verteilt, damit sich zum Beispiel die Eltern oder die Mutter einen besseren Verkaufsstand leisten kann. 

2. Independencia

Das zweite Projekt das wir uns angeguckt haben war in Independencia in einem sehr sehr armen Viertel hier in Lima. Dort gibt es eine Frauengruppe, die sich einmal in der Woche trifft und einfach Zeit zusammen verbringt. Es wird zum Beispiel zusammen gekocht, gestrickt, gesungen, gebetet und viel gelacht!! Es war ein einzigartiges Gefühl sich diese Gruppe anzugucken, die Frauen leben in so extremer Armut und trotzdem waren sie so glücklich und voller Freude und Hoffnung, jeder von uns wurde herzlich umarmt und unglaublich freundlich empfangen. Diese Gruppe hat einen krassen Eindruck bei mir hinterlassen. Außerdem ein Projekt der Frühkindbetreuung, an dem Kinder zwischen einem und vier Jahren teilnehmen. Das dritte Projekt ist die Arbeit mit Jugendlichen in Independencia. Dort nehmen Jugendliche teil, die möglicherweise auf die schiefe Bahn geraten könnten, um dem vorzubeugen gibt es dieses Projekt. Die Jugendlichen treffen sich einmal in der Woche und können sich austauschen und gegenseitig unterstützen.



3. Surco

Surco ist eine kleinere Version des großen YMCA in Pueblo Libre und besteht noch gar nicht so lange. Hier kann man mit Kinder zwischen 10 und 12 Jahren arbeiten oder mit Jugendlichen zwischen 13 und 17 Jahren oder mit jungen Erwachsenen zwischen 18 und 25 Jahren. In Surco besteht das Problem, das viele Familien diesen Ort als Möglichkeit sehen ihren Kinder das Schwimmen beizubringen, denn es gibt eine große Schwimmhalle. Das bedeutet also die meisten verbinden YMCA nur mit Sport, als mit christlichen Angeboten und hier kommen wir ins Spiel. Unsere Aufgabe ist es das denken zu verändern und christliches Angebot zu etablieren. Die Kinder und Jugendliche durchlaufen ein bestimmtes Angebot in der Zeit wo sie da sind, z.B. machen sie erst 45 Minuten Sport, gehen dann zum schwimmen und basteln dann noch 45 Minuten. Dieses Programm besteht bereits und wir bringen den Glauben im Angebot unter.

4. Azpitia

Azpitia ist ca. 80 Kilometer entfernt von Lima und dort gibt es YMCA Strand, wo im 
 Sommer das Sommerangebot stattfindet( dazu mehr, wenn es soweit ist).
Sonnenuntergang am Strand
YMCA Strand


Außerdem befindet sich dort einer der wenigen Hochseilgarten in Peru. Wir waren für zwei Tage da und haben ihn besucht und waren natürlich auch vieles ausprobiert. Zuerst haben wir den Niedrigseilgarten durchlaufen, wo wir gelernt haben aufeinander zu achten, einander zu vertrauen und ganz wichtig, gelernt haben zu kommunizieren.
 
 
Gar nicht so einfach...

 
... aber wir hatten ne Menge Spaß!!

Es ist ein Niedrigseilgarten in ungefähr ein Meter Höhe aufgebaut und den mussten wir mit geschlossenen Augen durchlaufen, wir hatten an jeder Seite einen Schutzengel, die einem gesagt haben was man machen muss und wo man hintreten muss. Anschließend ging es hoch in den Hochseilgarten. Unsere erste Aufgabe war es eine Leiter mit 21 Stufen hochzuklettern, die nur von Seilen gehalten wird an denen die restlichen Mitvolontäre gezogen haben. Als nächstes ging es hoch auf zwei Balken, auf denen wir zu zweit lang balancieren mussten, nur leider haben diese Balken sich in alle Richtungen bewegt, wenn man nicht gleichzeitig den nächsten Schritt gemacht hat(ich hab mehr geschrien als alles andere =)). Als letztes gab es noch einen Runden Holzstamm mit neun Metern Höhe, den wir hochklettern sollten und von dort oben runterspringen sollten, das Seil zum Sichern wurde dabei etwas lockerer gelassen und man sprang drei Meter oder mehr im freien Fall in die Tiefe. Ein paar von uns können sich hier ausbilden lassen und selber mit Gruppen dieses Programm durchlaufen.

5.YMCA

Im YMCA in Pueblo Libre gibt es natürlich auch reichlich Angebote für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene. Als Erstes wäre da das Kinderangebot, welches genauso stattfindet wie in Surco(was ich schon beschrieben habe; 45 Min. das, 45 Min. das und 45 Min. noch etwas Anderes).

Eine Gruppe für Kinder nennt sich „FeHD“, diese Gruppe kann man mit Jungschargruppen in Deutschland vergleichen.

Eine andere Gruppe für Jugendliche nennt sich „ProLider“, dort werden Jugendliche drei Jahre lang zu Leitern ausgebildet. Sie lernen dort Programm zu entwickeln und den Glauben weiter zu geben. Außerdem gibt es die Gruppe für junge Erwachsene namens „Hope“ (an der ich auch teilnehme), diese Gruppe trifft sich immer Freitags und erlebt dort kreatives Programm rundum den Glauben.
Toller Empfang bei Hope
 Weiter Bilder zu den Anderen Projekten folgen, wenn ich in die Arbeit eingestiegen bin!! =)

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